Wir über uns
Webra Ersatzteile
Was ist Motor-Tuning
Mini Online-Shop
Leistungsdaten u. Drehmomente
Schädliche Verhältnisse
Leistungsmessstand MPTD®
Vergasereinst. TT 53 Redline
Infos zu unseren Lagern
 Lager für Verbrenner-Motoren
Download zum Einbau von Vollkeramiklager
Einbauhinweise Hybridlager
Gehäuse-Gemischkühler
Impressionen vom Power Event
Feedback unserer Kunden
Ihre Meinung
So finden Sie uns
Kontakt
AGB´s
Impressum
Anfahrt
 


Bei Verwendung von Kraftstoffen mit niedrigem Nitromthananteil (0-10% Volumenanteil) dient eine zusätzliche Gehäusedeckelkühlung nicht nur im Vollastbereich zum besseren Füllungsgrad durch Volumenverringerung des angesaugten Kraftstoff-Luftgemisches im Gehäuses,sondern trägt bei hohen Außentemperaturen über einen weiten Temperaturbereich zu einem konstanten Motorlauf bei.

Wenige Skeptiker werden sicherlich agumentieren, dass ein Gehäuse-Gemischkühler nichts bringt, aber hier muß man dann die Frage stellen dürfen, welchen Effekt sollen eigentlich die Rippen an einem Zylinderkopf erzielen,womit sich auch ein Skeptiker die Frage selbst beantworten kann.

Gehäuse-Gemischkühler haben ihren Sinn im Sommer 2009 bei Temperaturen von zeitweise über 30°C zweifelsfrei unter Beweis stellen können, sodass einige Kunden ihre ganze Flotte Helimotoren damit ausgerüstet haben.

Wichtig bei einer Gehäuse-Gemischkühlung ist die ausreichende Masse des Kühlers, welcher genügend Wärme aufnehmen und gleichzeitig durch eine gut funktionierende Verrippung ableiten kann. Die Materialauswahl ist dabei von entscheidender Bedeutung, vorzugsweise sollte AlMgSI 1 gewählt werden. ALMgCuPb lässt sich wunderbar zerspanen, leitet die Wärme aber mehr als das 5 fache schlechter ab.


Eine Gehäusekühlung macht bei Außentemperaturen unter 15° C bis unter dem Gefrierpunkt wenig Sinn, dafür bei Außentemperaturen über 20-30° C und höher, um so mehr!


Dadurch ergeben sich 3 Vorteile:

1. Das gekühlte Methanolgemisch - die Betonung liegt auf Methanol wegen seiner sehr hohen Ausdehnung bei Temperaturen um die 40°C am Motor-  wird in seinem Volumen stark verringert, es können mehr Frischgase (Gemisch) einströmen, wobei die Innenkühlung gleichzeitig verbessert wird!

2.Wo Kälte und Wärme nach einem Verbrennungsvorgang aufeinandertreffen, erhöht sich der Dampfdruck= Gasdruck, der Kolben wird nach einem Verbrennungsvorgang besser abgefedert, ein Gaswechsel beschleunigt, der Füllungsgrad erhöht.

3.Bei extrem warmen Außentemperaturen wird das Methanolgemisch durch den erhöhten Dampfdruck beim Eintritt ins Kurbelgehäuse weniger  in den Kurbelwellenschaft zurück gedrängt, ein Magerlauf wird somit entgegengewirkt.



Dieser Hersteller hat die Vorteile der Gehäuse-Gemischkühlung erkannt und entsprechend am Motor einen Kühlkörper installiert.

Neuer OS 91 HZ mit Gehäusekühler


Aus meiner Sicht ist es eine etwas halbherzige, oder aus Kostengründen weniger optimale Lösung, da die Wärme nur unzureichend entzogen werden kann.

Deshalb habe ich über eine optimierte Lösung nachgedacht und wie füher einen Gehäusekühler selbst gebaut.


Im nachfolgenden Bildbeitrag soll die Selbstherstellung zweier Varianten vorgestellt und  beschrieben werden!

Zunächst besorgt man sich ein Stück Rundaluminium mit einem Durchmesser von mindesten 46 -50 mm, vorzugsweise mit 1% Siliziumanteil (AlMgSi 1) zur besseren Wärmeleitung.

Die 1.Variante als kompletter Gehäusedeckel ist sehr aufwändig und arbeitsintensiv für einen OS 91 SZ gedacht, kann aber ebenso für andere Motoren hergestellt werden.

Die 2. Variante wird zum einstecken in den vorhandenen Gehäusedeckel vorgestellt.



Das 50mm Rundmaterial wird der Länge nach großzügig abgedreht und auf 45mm Gesamtlänge gesägt.

Mit einer digitalen Messeinheit kann bis auf 0,005 mm präziese gedreht werden.


Im nächsten Schritt wird der Innenteil welcher ins Gehäuse ragt  außen passgenau auf  35,95 mm Durchmesser und 19,2 mm Länge OS 91 SZ/HZ  plan abgedreht,

Den Drehstahl exakt auf Mitte eingestellt bei 1200 U/min am Spannfutter, und einem Vorschub von 0,7 mm/Sek braucht nichts nachgearbeitet werden!


Im nächsten Abschnitt wird der Gehäuseteil für die Kühlrippen auf 42 mm Tiefe ausgedreht.

Das Innenmaß sollte nicht größer als 25,5 mm sein,somit verbleibt eine ausreichende Wandung, um eine Aubuchtung des des hinteren Überströmkanal schaffen zu können.


Im nächsten Schritt wird ein 4,10 mm breiter Deckelrand abgefahren und dahinter 9 mm tief eingestochen, hierin werden später die 3,3- 3,5 mm Befestigungsbohrungen des Deckel angebracht.

Den Abstechstahl 0,15 mm unterhalb der Mitte einstellen und zügig mit viel Kühlung bei 500 U/min 0,1 mm /Sek einstechen.

Ein Multifix- Stahlhalter erspart sehr viel Zeit beim Ausrichten der Drehwerkzeuge!

Für 4 Rippen mit 1,6 mm Breite und 3 Einschnitte mit 1,6 mm ,sollten 11,2 mm Material übrig bleiben.


Um mir eine Rechnerei der Lochabstände zu ersparen,wurden spitze Madenschrauben in die Gewindelöcher des Gehäuses gedreht und mit einem beherzten Schlag mit einem Gummihammer angekörnt und gebohrt.

Von der Mitte aus mit einer digitalen Anzeige wird die X-Y Achse abgefahren, beim OS 91 SZ beträgt das Maß von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte 15,57 mm X 2 = 31,14 mm Lochabstand

Eventuell müssen die Bohrungen im Kühlkörper 0,10 mm größer ausfallen.


Anschließend werden die Kühlrippen mit einem Scheibenfräser im Runddrehtisch gefertigt

Mit einem 1,6 mm Scheibenfräser und einem Versatz von 3,2 mm erhält man 1,6 mm breite Rippen. Diese werden 9 mm tief eingesägt. Bei Kühlung mit Spiritus können 5mm in einem Durchgang ausgesägt werden.


Das Einschneiden der Kühlrippen kann auch im Runddrehtisch erfolgen, hier wurde es nachträglich durchgeführt. Somit wird der Luftstrom durch die Rippen hindurch geleitet.

Wie tief der Einschnitt erfolgen kann hängt vom Durchmesser des Scheibenfräsers ab,ich habe 15 mm zur Wärmeaufnahme stehen lassen.



Im Bild unten 2 fertige Gehäusekühler, welche komplett gegen den vorhandenen Deckel getauscht werden können. (Bei OS, TT,Yamada u. Magnum Motoren nicht anders realisierbar)

Die abgebildeten Gehäusekühler dienen nur zur Veranschung und können aus Modellspezifischen Gründen u. Gegebenheiten von der Abbildung abweichen ! (Weitere Varianten unten)


Unten: Ein Gehäuse-Gemischkühler für OS 91 SZ (HZ) Yamada 91 ST im T-Rex 700

Die 1.Rippe wurde allseitig auf das Gehäusemaß gerfräst,somit kommt es zu keiner Behinderung mit dem Chassis-Rahmen.


Unten: Ein Gehäuse-Gemischkühler für den OS 91 SZ (R) im MP 91 XL in Verbindung mit dem Hatori 938 und Schalldämpferflansch

2 Rippen wurden entsprechend kürzer gefräst,somit kommt es zu keiner Berührung mit dem Flansch.


Unten: Ein Gehäuse-Gemischkühler für den OS 91 SZ (HZ) Yamada Motor im Raptor 90

Beim Raptor 90 ist keine weitere Bearbeitung notwendig.


Solche kompletten Gehäusekühler erziehlen eine extreme Kühlwirkung. In der Hand gehalten und mit der Atemluft durchströmt,sinkt die Temperatur in wenigen Sekunden um 3-4°C


Ein OS 91 SZ H mit angebautem Gemisch-Gehäusekühler u. 4 Kühlrippen




Im Bild unten: Gehäusekühler am OS 91 RZ im Henseleit -Heli mit Hatori 938

Hier die Information eines Kunden:

Trotz des unter dem Kühler befindlichen Dämpfers sank nach der Montage des Gehäusekühlers die Motortemperatur von vorher 125°-127°C C auf  105° C konstanter Temperatur, an der Motoreinstellung wurde zunächst nichts verändert!

Betrieben wird der Motor mit Null % Nitro, 15% Öl, die Meßergebnisse erfogten am gleichen Tag, unter gleichen Vorraussetzungen wie zuvor ohne Kühler.

Der Motor lief nach der Montage fetter u.wesendlich kühler,auch kraftvoller und gleichmäßiger!

Wegen dem großen Flansch des Hatori-Dämpfer mußten Kühlrippen im Flanschbereich um 3-4 mm im Durchmesser verkleinert werden


Unten: Gehäusekühler am OS 91 SZ im T-Rex 700

Um eine seitliche Berührung mit der Bodenplatte zu vermeiden,wurde die erste Rippe allseitig entsprechend gekürzt.


Unten: Gehäusekühler am YS 50 SR mit Druckanschluß im Raptor 50



Unten im Bild Einsteckkühler für Motoren mit maschinell bearbeiteten Deckel

Bei dieser Variante werden die gleichen Ergebnisse erziehlt wie bei einem kompletten Deckel,vorausgesetzt, dieser kann stramm saugend eingesteckt werden.


Unten im Bild ein Webra 55 P5 mit Einsteckkühler


Ein Beispiel: Temperatur der Hand 34-35,6° Temperaturabfall nach 3Sek. auf 31-32°C Die Wirkungsweise die erziehlt wird, ist vergleichbar mit einem Ladeluftkühler


Unten: Drei Beispiele

Links ein Gehäusekühler für 90er Motoren, von der Mitte nach rechts für 50er Motoren, ganz rechts ein Einsteckkühler für Webra 55-91 P5

Das Innenmaß, Lochbild und Eintauchtiefe des Deckels ist bei allen Motoren unterschiedlich und muß für jeden Motortyp entsprechend ermittelt werden!




Für interessierte Selbstbauer: 

Der Herstellungsaufwand beträgt mit einer konventionellen Maschine je nach Gehäusekühler etwa 3Stunden einschließlich Rüstzeiten der Werkzeuge.

Material: ALMgSI 1 aus 50mm für 90er Motoren bzw. 43mm Rundmaterial für 50er  Motoren

(Bleihaltiges Aluminium (z.B. ALMgCuPb) sollte wegen der gringeren Wärmeaufnahme u. Leitfähigkeit nicht verwendet werden!)


Für interessierte Nichtselbstbauer:

Wir fertigen Gehäusekühler nach Ihren wünschen und vorhandenen Modell, die Lieferzeit beträgt 10 Werktage nach Auftragseingang!

Für OS,Yamada, TT, Magnum Motoren mit gegossenen Deckel können nur komplette Gehäuse-Gemischkühler wegen der Ausbuchtung zum hinteren Überströmkanal verwendet werden!

Preis für 50er Motoren,wie  OS- TT- Magnum ect.    45,- € 

Preis für 91er Motoren, wie OS- Yamada-TT ect.       55,--€


Für Motoren mit maschinell bearbeiteten Gehäusedeckel können Einsteckkühler gefertigt und verwendet werden.

Preis für 50-55 Motoren,wie Webra 50-55 P5                  35,-€

Preis für 91er Motoren ,wie Webra 75-91 P5                   45,-€


Viel Spaß beim Nachbau!

Wer einen solchen Kühler nicht selbst herstellen kann, oder möchte, verwende bitte unser Kontaktformular

http://www.hl-flugmodelltechnik.de/40328/home.html




 
Top